Werde zum Recruiter-Magneten: So erstellst Du dein perfektes Profil auf den Karriereplattformen Xing und LinkedIn

Ganz egal, ob du gerade mit deinem Studium fertig bist, dich, wie der Amerikaner sagt, „in between two jobs“ befindest oder dich einfach beruflich weiterentwickeln möchtest – beim Thema Jobsuche geht heutzutage kein Weg mehr an den Karriereplattformen XING und LinkedIn vorbei.

Die Grundlage und quasi deine Visitenkarte auf den Karriereplattformen bildet dein Profil. Hier werden wir die einzelnen Bestandteile Schritt für Schritt besprechen, so dass du dein eigenes Profil dementsprechend Auch wenn sich die Profile bei LinkedIn und XING optisch stark unterscheiden, bieten beide weitestgehend ähnliche Funktionalitäten.

Die wichtigsten gemeinsamen Kategorien sind in folgender Tabelle zusammengefasst:

XING LinkedIn
Profilbild Profilbild Profilfoto
Headerbild Titelbild Hintergrundbild
Slogan Status Profilslogan
Über mich Über mich Info
Beruflicher Werdegang Werdegang Berufserfahrung
Ausbildung Ausbildung Ausbildung
Kompetenzen Fähigkeiten und Kenntnisse Kenntnisse und Fähigkeiten

Das Profilbild

Wie der US-amerikanische Komiker, Schauspieler und Cowboy Will Rogers sagte: „You never get a second chance to make a first impression“.

Stell dir vor, ein Recruiter hat es über eine Suchanfrage auf ein Profil geschafft und sieht dort entweder einen in der Freizeit aufgenommenen Schnappschuss oder schlimmstenfalls überhaupt kein Bild als Profilbild. Was wird er wohl tun? Da ein Recuriter im Schnitt nur sechs Sekunden auf einem Profil verweilt, wird er höchstwahrscheinlich einfach weiterklicken und auf das Profil des nächsten Kandidaten springen – eine vertane Chance.

Zeige mit deinem Profilbild, wofür du stehst!

Es ist selbstverständlich, dass du ein aktuelles Foto von dir auswählst, es sollte nicht älter als ein bis zwei Jahre sein.
Um dein Profil für deine Besucher attraktiv zu gestalten und sie zum Weiterlesen zu animieren, ist ein professionelles und authentisches Profilbild unerlässlich. Hier solltest du darüber nachdenken, in ein Fotoshooting bei einem Profi zu investieren, schließlich investierst du in deine berufliche Zukunft. Hier gilt es unbedingt die Urheberrechte mit deinem Fotografen zu klären. Stelle sicher, dass du das Bild zeitlich unbegrenzt im Internet veröffentlichen darfst.

Bei der Bildauswahl ist zu beachten, dass du für deine Zielgruppe attraktiv bist und dein Bild neugierig auf mehr macht. Ein Lächeln wirkt auf jeden Fall sympathisch. Es hat sich ein Bildausschnitt bewährt, der dein Gesicht und den oberen Teil deiner Schultern zeigt. Bei der Wahl des Outfits solltest du eine gesunde Balance zwischen deinem persönlichen Stil und dem branchenüblichen Dresscode finden.

Mit dem Bildhintergrund kannst du etwas spielen.

BONUS-TIPP: Viele wählen eine neutrale Farbe als Hintergrund. Hier kannst du dich von anderen abheben, indem du im wahrsten Sinne des Wortes Farbe bekennst. Unter dem Link https://www.remove.bg/dekannst du dein Profilbild kostenlos freistellen und jede beliebige Farbe als Hintergrund wählen.

Sowohl auf XING als auch auf LinkedIn erscheint dein Profilbild automatisch, wenn du einen Beitrag postest, likest oder kommentierst. Es ist also auf beiden Karriereplattformen dein Aushängeschild und dementsprechend sorgfältig sollte es ausgesucht werden.

Bei XING wird das Bild als Quadrat angezeigt, die empfohlene Auflösung beträgt hier 1024×1024 pixel, die Maximalgröße 20MB.

Bei LinkedIn ist bei der Bildauswahl zu beachten, dass dein Foto auf einen Kreis zugeschnitten wird. Die Maximalgröße der hochgeladenen Bilddatei darf hier 8MB nicht überschreiten, die empfohlene Standardgröße beträgt 400×400 pixel.

LinkedIn liefert dir einige Möglichkeiten, dein Profilbild zu bearbeiten. So kannst du den Bildausschnitt wählen, ihn begradigen und Eigenschaften wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Vignette anpassen. Außerdem verfügt LinkedIn über eine Filteroption für dein Bild. Eine weitere Möglichkeit bei LinkedIn ist der grüne Rahmen #opentowork, den du auswählen kannst, um schon visuell zu signalisieren, dass du dich beruflich verändern möchtest und offen für interessante Stellenangebote bist.

Das Headerbild

Erinnerst du dich an die durchschnittlich sechs Sekunden, die ein Recruiter auf einem Profil verweilt, bevor er zum nächsten springt? Neben deinem Profilbild ist das Headerbild ein weiterer visueller Anker, der dazu dient, Aufmerksamkeit und Neugierde zu generieren und mehr über dich als Person zu verraten.

Vielleicht hast du ja bereits ein Foto im Querformat mit einem aussagefähigen Motiv. Du kannst beispielsweise ein Bild wählen, dass etwas mit deiner beruflichen Identität zu tun hat. Einer meiner Klienten aus der Lebensmittelbranche hat ein Bild mit einer appetitlich drapierten Mahlzeit gewählt, eine Klientin aus dem Energiebereich eine Landschaft mit Stromleitungen. Ein weiterer Klient hat als Hintergrundbild ein Panorama von Syndey als Hintergrundbild, weil er unbedingt in Australien arbeiten möchte. Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wofür stehst du? Was liefert eine visuelle Verbindung zu dir und deinem Lebenslauf?

Falls du kein passendes Foto zur Hand hast, findest du lizenzfreie Bilder gratis unter anderem bei www.unsplash.com oder www.pexels.com.

Bei der Gestaltung deines Headerbilds solltest du ausreichend Platz in der rechten unteren Ecke lassen. Hier ragt bei der Darstellung deines Profils dein Profilbild in das Headerbild hinein. Eventuell musst du etwas rumprobieren, bis beide Bilder miteinander harmonieren.

BONUS-TIPP: Wenn du Freude am grafischen Gestalten hast und auf ein wirklich individuelles Headerbild wert legst, dann kannst du dir mit dem Grafikprogramm CANVA (www.canva.com) ganz einfach ein maßgeschneidertes Headerbild erstellen, das sonst wirklich keiner hat. Der Vorteil hierbei liegt darin, dass du Texte wie Zitate, dein Motto oder deine Kontaktdaten direkt im Headerbild platzieren und dich somit von allen anderen potentiellen Kandidaten abheben kannst. Hierbei ist zu beachten, dass die Bildgröße sich bei XING und LinkedIn unterscheiden. Für XING solltest du ein Format von 1280×640 pixels wählen, während LinkedIn ein Format von 1584×396 pixels vorsieht.

Der Slogan

Mit deinem Slogan kannst du im wahrsten Sinne des Wortes ein Statement setzen. Du kannst – und solltest – ihn nutzen, um jedem Profilbesucher zu zeigen, wofür du stehst, welchen Mehrwert du lieferst und was dich als Person einzigartig macht. Wie das Profilbild ist er Teil deiner Visitenkarte und ist auch immer dann sichtbar, wenn du etwas postest oder kommentierst.

Da – zumindest bei LinkedIn – der Slogan eines der wichtigen Faktoren beim Ranking ist, ist genau hier der Ort, um strategisch wichtige Keywords zu positionieren.

Bei XING findest du eine analoge Funktionalität in deiner Visitenkarte unter Status.

Bei vielen Profilen von Arbeitssuchenden wird der Slogan nur dafür verwendet, zu signalisieren, dass sie gerade einen neuen Job suchen. Häufige Formulierungen sind zum Beispiel „Offen für neue Herausforderungen“ oder „Arbeitssuchend“. Mehrere Gründe sprechen dafür, davon Abstand zu nehmen. Zum einen verschwendest du mit dieser Herangehensweise wertvolle Werbefläche auf deinem Profil, auf der du dich besser hättest positionieren können. Des Weiteren gibt es neben dem #opentowork-Rahmen auf LinkedIn auf beiden Karriereplattformen noch weitere Möglichkeiten, wie du signalisieren kannst, dass du gerade auf Jobsuche bist.

Zurück zu deinem Slogan: Hier gibt es nicht die eine richtige Lösung. Wichtig ist, dass du relevante keywords, in den Slogan einfügst.

Falls du mehrere Aspekte in deinem Slogan berücksichtigen möchtest, kannst du sie übersichtlich durch einen senkrechten Strich |, auch Pipe genannt, trennen.
Hier findest Du einige gelungene Beispiele für Profilslogans:

Beispiel 1: Kurz und knackig

Du bist Softwareentwickler und bist bereit für die nächste Karrierestufe. Dann könnte dein Profilslogan folgendermaßen lauten:

Senior Web Developer | Full Stack | Javascript | Agile Addict

Beispiel 2: Klare Erläuterung des Mehrwerts

Du bist im PR-Bereich tätig und hilfst KMUs, durch Storytelling mehr Sichtbarkeit zu erlangen:

“Mit Eurer Story neue Kunden gewinnen” – PR Expertin für KMUs

3. Beispiel: Beschreibung der Erfahrung und Erfolge

Du bist im technischen Vertrieb tätig und möchtest unverbindlich Deine Optionen auf dem Jobmarkt ausloten:

Führungskraft mit ausgewiesener Expertise im technischen Vertrieb| Erfahrener Projektleiter für Kundenprojekte mit bis zu 2M Euro Umsatz

4. Beispiel: Persönlichkeit zeigen

Du agierst im internationalen Umfeld und zeigst in deinem Slogan Facetten auch jenseits deines eigentlichen Jobs

Passionate Sales person | Professional Business Coach | Life Explorer | Coffee Lover

Über mich

In diesem Bereich hast du die Möglichkeit, dich jenseits deines reinen Lebenslaufs als Person vorzustellen. In Form und Inhalt bist du hier komplett frei. Wichtig ist, dass du diesen Bereich nutzt, um deine Kompetenzen, deine Persönlichkeit und deine Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Der Leser sollte nach der Lektüre dieses Abschnitts ein gutes Bild über dich als Person haben und Lust bekommen, mehr über dich zu erfahren.

Auch wenn deine Formulierung deiner Branche und deiner angestrebten Position angemessen sein sollte – wichtig ist, dass du dich authentisch und in deinen eigenen Worten beschreibst. Hier bietet sich die Ich-Form an, sie klingt verbindlicher und wirkt stärker. Ob du einen langen Text über dich verfasst oder einzelne Stichpunkte auflistest, nutze möglichst viele deiner relevanten Keywords, um für die Suchanfragen von Recruitern und Headhuntern relevant zu sein.

Sorge dafür, dass du es deinem Leser leicht machst, deinen Text zu lesen, zum Beispiel durch kurze, prägnante Sätze und viele Absätze. Für eine bessere Lesbarkeit kannst du bei Aufzählungen Sonderzeichen verwenden. Du kannst auch ÜBERSCHRIFTEN durch Großbuchstaben oder die Verwendung von unicodes (www.igfonts.io) generieren und so deinen Text strukturieren.

Als Inspiration für den Bereich „über mich“ helfen dir folgende Punkte:

  • Dafür stehe ich…
  • So arbeite ich…
  • Das ist mir wichtig…
  • Das macht mich als Person aus…
  • Mein Alleinstellungsmerkmal ist…
  • Was Sie über mich wissen sollten…

Diese Punkte können komplett unterschiedlich interpretiert werden. Im folgenden Beispiel hat sich der Verfasser kurzgefasst und den Text auf Englisch verfasst, da seine Zielgruppe international tätig ist:

My longterm experiences in sales and marketing – B2B and B2C – enable me to develop and to implement successful customer strategies.

It is my passion to unlock new business opportunities through differentiating solutions and customer focused value selling.

Structured, analytical, self-organised, result driven and equipped with a positive can-do attitude I create customer relevant value propositions and establish strategic partnerships on all levels.“

Im zweiten Beispiel ist der Verfasser detaillierter auf die einzelnen Punkte eingegangen:

Als Logistiker aus Leidenschaft habe ich in 28 Berufsjahren umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Supply Chain, Transport (Land | Luft | See) und Lagerwesen gesammelt.

Zurzeit arbeite ich als Global Head Warehousing und bin im Besonderen für die kontinuierliche Verbesserung des Transports- und Lagerwesens verantwortlich.

Die moderne Logistik zeigt uns, dass Lieferanten immer sensibler werden und ihre Stabilisierung ein nicht zu übersehender Kostenfaktor ist. Daher ist die Netzwerk- und Serviceoptimierung logistischer Systeme und Prozesse auf lokaler, nationaler und globaler Ebene einer meiner Themenschwerpunkte. Hierbei ist es mein erklärtes Ziel, kostengünstige, an der Praxis orientierte Lösungen zu entwickeln und zu implementieren. Entsprechend habe ich diverse Continuous Improvement Projekte initiiert und erfolgreich geleitet.

Mein größter Erfolg was das Outsourcingprojekt eines Distribution Centers in China.

Ich bin aber auch davon überzeugt, dass sich nachhaltige Erfolge und Einsparungen nur mit einem zeitgenmäßen Berichtswesen erzielen lassen, daher habe ich hier mein zweites Standbein.

Bei all meinen Tätigkeiten zeichne ich mich durch hohe Einsatzbereitschaft, starke analytische Fähigkeiten und Innovationsbereitschaft aus. Ich arbeite gerne in einem offenen Umfeld mit fach- und standortübergreifenden Teams und übernehme hierbei gern Leitungsfunktion und Personalverantwortung.

Du siehst, je nach individuellem Geschmack können die Texte komplett unterschiedlich aussehen.

Bonus-Tipp: Du kannst Emojis verwenden, um deine Texte aufzulockern oder graphisch attraktive Aufzählungszeichen zu verwenden. Passende Emojis findest zu beispielsweise unter www.emojipedia.org.

Beruflicher Werdegang

  • Der berufliche Werdegang ist letztendlich nichts anderes als dein digitalisierter Lebenslauf. Wie in deinen offiziellen Bewerbungsunterlagen geht es hier darum, dem Leser deine wichtigsten beruflichen Stationen näherzubringen. Der Aufbau dieses Abschnitts ist bei beiden Karriere-Plattformen nahezu identisch.

Folgende Informationen kannst Du pro beruflicher Station eingeben:

  • Jobtitel oder Positionsbezeichnung
  • Beschäftigungsverhältnis: also angestellt, freiberuflich,…
  • Unternehmen: Wenn du hier den Namen deines früheren oder aktuellen Arbeitgebers eingibst, erscheint bei beiden Plattformen ein Drill-Down-Menü, in dem du den Namen des Unternehmens findest. In der Darstellung erscheint dann automatisch das Firmenlogo neben deinem Eintrag:
  • Ort der Beschäftigung
  • Beschäftigungszeitraum mit Start- und Enddatum
  • Link zur Unternehmenswebsite
  • Spezifikation der Branche
  • Beschreibung der Tätigkeiten: Dazu gehören auch die konkrete Beschreibung deiner Tätigkeiten sowie die quantifizierte Nennung deiner größten Erfolge, zum Beispiel in Bezug auf Umsatz, Anzahl geführter Mitarbeiter oder Höhe der von dir erreichten Kosteneinsparungen. Nutze diesen Platz, sofern es Sinn macht, gut aus. Hier kannst du auch Keywords gut platzieren. Dabei ist es deinem ganz persönlichen Geschmack überlassen, ob du die Informationen lieber stichpunktartig auflistest oder einen Fließtext verfasst:

Tendenziell würde ich die Auflistung bevorzugen, da du es dem Leser damit einfacher machst, schnell über deinen beruflichen Werdegang zu lesen und dabei die wichtigsten Keywords zu scannen.

Bonus-Tipp: Im Bereich beruflicher Werdegang bietet die LinkedIn die Option, neben Links auch Dokumente hochzuladen. Dies kann ein Fachartikel oder eine Studie sein, an dem du im Rahmen deiner Tätigkeit aktiv mitgewirkt hast. Vielleicht hast du auf einer branchenspezifischen Konferenz einen Vortrag gehalten, dann könntest du ein Foto, das dich auf der Bühne zeigt, beifügen. Hast du an einer erfolgreichen Marketingkampagne gearbeitet oder ein neues Produkt auf den Markt gebracht? Auch hierzu kannst du geeignete Dokumente hinzufügen.

Ausbildung

Der Bereich Ausbildung ist bei denen Karriereplattformen selbsterklärend. Hier kannst du sämtliche deiner Aus- und Weiterbildungen auflisten. Abgefragte Zusatzinformationen sind hier Ausbildungsträger, Dauer der Ausbildung und erlangter Abschluss.

Kompetenzen

Beide Karriereplattformen bieten dir die Möglichkeit, deine erlangten Kompetenzen und Fähigkeiten explizit aufzuführen. Hier kannst du dich keyword-technisch austoben. Überlege dir, nach welchen Kompetenzen und Fähigkeiten Recruiter und Headhunter suchen würden, wenn sie nach einem Kandidaten für deinen Traumjob suchen würden! Genau diese Begriffe sollten sich in diesem Bereich wiederfinden. Hierbei sollten deine fachlichen Kompetenzen im Vordergrund stehen. Kein Recuriter oder Headhunter wird primär nach soft-skills suchen. Diese kannst du wie weiter oben beschrieben im Bereich Über mich berücksichtigen.

Wie das aussehen kann und worauf du achten musst, schauen wir uns einmal anhand eines Beispiels bei XING an.

Bei XING findest du den Bereich deiner Kompetenzen unter „Fähigkeiten und Kenntnisse“.

Ein Recruiter könnte beispielsweise einen Projektmanager für Niedersachen im Bereich Automotive suchen.
Als besondere Kenntnisse hat er in diesem Beispiel Change Management und Digitalisierung angegeben.

Abbildung 9: XING-Suchmaske eines Recruiters

Deine Fähigkeiten und Kenntnisse sind also ein elementarer Bestandteil der Suchmaske. Falls du dich hier vertippt hast, beispielsweise Change Managment geschrieben hättest, dann wärst du durch das Suchraster gefallen. Gleiches wäre passiert, wenn du statt Change Management den Begriff Veränderungsmanagement geschrieben hättest. Um dem Abhilfe zu schaffen, solltest du für deine Kernkompetenzen auf jeden Fall Synonyme finden und explizit mit auflisten.

Beispielsweise könntest du für den Begriff Projektmanagement folgende weitere Begriffe nennen:

  • Projektmanager
  • Project Management
  • Project Manager
  • Projektleitung
  • Projektleiter
  • PMO

Falls du eine Premium-Mitgliedschaft bei XING hast, bekommst du unter „Bearbeiten“ konkrete Vorschläge für Begriffe, die zu den bisherigen Angaben in deinem Xing-Profil passen. Hier wird dir sogar angezeigt, wie häufig in der letzten Woche nach diesen Begriffen gesucht wurde.

Abbildung 10: Vorschläge für Fähigkeiten bei XING-Premium

Bonus-Tipp: XING nutzt übrigens deine Informationen in diesem Bereich, um dir Jobvorschläge zu machen. Ein Grund mehr, Sorgfalt bei der Auswahl der Begriffe walten zu lassen!

Bei LinkedIn heißt der Bereich ganz ähnlich, nämlich Kenntnisse und Fähigkeiten. Auch hier macht dir die Plattform Vorschläge für Deine Kompetenzen. Insgesamt kannst du bis zu fünfzig Begriffe auflisten. Auch hier solltest du dich an deine keywords halten und die Begriffe auswählen, die für deine Zielgruppe und die von dir angestrebte Position relevant sind.

Abbildung 11: Vorschläge für Fähigkeiten bei LinkedIn

Das besondere bei LinkedIn ist die Möglichkeit, dass andere LinkedIn-Nutzer deine Kenntnisse bestätigen können. Wenn dir beispielsweise 50 deiner Kollegen Kenntnisse im Controlling bestätigt haben, dann ist anzunehmen, dass du dich in diesem Bereich wirklich auskennst.

Wenn du diesen Bereich bearbeitest, solltest du sicherstellen, dass du zumindest deine wichtigsten Kenntnisse bestätigt hat. Hier gilt das Prinzip „Geben und Nehmen“. Wenn du ein paar Kenntnisse von deinen Kontakten bestätigst, werden diese im Gegenzug bestimmt gern deine bestätigen. Hier bietet es sich an, im Anschluss an die Bestätigung eine kurze Nachricht über LinkedIn zu versenden, zum Beispiel:

Liebe Kathrin,

wie geht es Dir?
Unsere gemeinsame Zeit in der Qualitätsabteilung bei der Müller GmbH habe ich nach wie vor in sehr guter Erinnerung. Dein strukturiertes Vorgehen in den Projekten habe ich immer bewundert. Ich habe dir deine Kenntnisse in Projektmanagement und Organisation bestätigt.
Ich befinde mich gerade in der beruflichen Neuorientierung und würde mich freuen, wenn du mir auf meinem LinkedIn-Profil die Kompetenzen Qualitätsmanagement und Microsoft Excel bestätigen könntest.

Herzlichen Dank im Voraus,

Dir einen schönen Tag,

Maike

Zusätzlich bietet LinkedIn für einige Tools und Softwareanwendungen Tests an, zum Beispiel für Microsoft PowerPoint oder der Programmiersprache Python. Wenn du zu den Top 30% gehörst, die diese Multiple-Choice-Aufgaben richtig gelöst haben, bekommst du ein Batch für als Bestätigung deiner Kenntnisse in diesem Bereich.

Besonderheiten bei XING

Neben den Kategorien, die XING und LinkedIn gemeinsam haben, gibt es auch ein paar Spezialitäten der jeweiligen Plattform. So bietet XING beispielsweise die Kategorie „Ich suche“. Hier kannst du für Recruiter ganz klar sichtbar machen, dass du gerade auf der Suche nach einem neuen Job bist. Gängige Formulierungen sind hier „Einstiegsposition“ oder „neue Herausforderung“. Verwende wie bereits im Bereich „Ich biete“ Synonyme, um sicherzugehen, dass du von den Personalern auch wirklich gefunden wirst.

Kontaktdaten

Herzlichen Glückwunsch! Deine Profile sind nun (fast) vollständig. Damit hast du einen entscheidenden Grundstein für deine erfolgreiche Jobsuche gelegt. Natürlich können dich Recruiter jetzt per Nachricht direkt in den Karriereplattformen anschreiben. Um ihnen die Kontaktaufnahme mit dir so einfach wie möglich zu machen, ist die Angabe von Email-Adresse und Telefonnummer von Vorteil.

Bei XING kannst du die Information unter Kontaktdaten im Bereich „Visitenkarte bearbeiten“ aktualisieren. Bei LinkedIn findest du die Möglichkeit, deine Kontaktdaten einzufügen, wenn du rechts direkt unter deinem Headerbild auf das Stift-Symbol klickst.

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